Noch kein Inhalt vorhanden.

Die Dokumentation zeigt, wie aus der Domäne Beberbeck im Reinhardswald die größte europäische Ferien- und Freizeitanlage werden sollte. Auf 800 Hektar waren neben fünf luxuriösen Hotels 600 Villen und Ferienwohnungen mit insgesamt 4500 Betten, mehrere Golfplätze, eine künstliche Seenlandschaft von 34 Hektar, sowie eine Trabrennbahn mit angeschlossenem Pferdezentrum und Poloplatz geplant. Initiator des Projekts war Heinrich (Henner) Sattler (CDU), der von 1997 bis 2014 Bürgermeister von Hofgeismar war.

Über zweieinhalb Jahre begleitete das Team von Klaus Stern den Politiker Heinrich Sattler und seinen Architekten Tom Krause bei ihren Versuchen, Investoren für das „größte Tourismus-Projekt Europas“ zu finden. Letztlich scheiterte das umstrittene Projekt. Am 17. Dezember 2010 verkündete Heinrich Sattler auf der Sitzung der Hofgeismarer Stadtverordneten-Versammlung das „Aus“ für das Ferienprojekt Beberbeck, zwei Jahre nach Veröffentlichung des Films Henners Traum – Das größte Tourismus-Projekt Europas.


Jurybegründung Hessischer Filmpreis 2009

„Klaus Sterns Film ist ein mitreißender, spannender und hochdramatischer Wirtschaftskrimi um Träume und Illusionen, Größenwahn und Eitelkeit, Macht und Prestige. Im Zentrum steht der hessische Provinz-Bürgermeister Henner Sattler, ein grundsolider, sympathischer Amtsträger mit Bodenhaftung, Volksnähe und einer Vision – auf dem 1000 Hektar großen Areal eines idyllischen Landgutshofs will er "das größte Tourismusprojekt Europas" errichten. Diesen "Traum" verdichtet Klaus Stern zum Crashkurs in Sachen Wagniskapital, wie mit geringen Eigenmitteln, großzügigen Kreditlinien, Ausfallbürgschaften und viel Hoffnung millionenschwere Fantasien ins Werk gesetzt werden können. Ein Lehrstück über die Mechanismen von Macht und ein erhellender Film zur Lage der Nation, der seinen Protagonisten sehr genau zuschaut und zuhört, sie aber nie denunziert.“



Thomas Gehringer, Stuttgarter Zeitung

„HENNERS TRAUM ist ein seltener Glücksfall: So dicht, so intensiv läßt uns Stern hinter die Kulissen von Politik und Wirtschaft blicken wie es bisher kaum ein Dokumentarfilmer vermochte“ - 14. November 2009



TV Spielfilm 23/2009

„Tragikomödie und Wirtschaftsdoku: toll“



Manfred Riepe, Funkkorrespondenz, 48/09

„HENNERS TRAUM ist ein Dokumentarfilm im besten Sinn des Wortes. Ähnlich wie in einem Spielfilm identifiziert der Zuschauer sich mit Henners Traum,der sich allmählich in einen Alptraum verwandelt. (...) Ein sehr guter Film.“



David Denk, taz, 16.11.09

„Dem Autodidakten Klaus Stern, bekannt geworden durch die New Economy-Doku "Weltmarktführer", gelingt es in HENNERS TRAUM einmal mehr mit großer Leichtigkeit und Klarheit das Kleine mit dem Großen zu verbinden.(..) Scheinbar mühelos schlüpft er durch jede Tür.“



Hans Hoff, Süddeutsche Zeitung, 14.11.09

„Beeindruckende Dokumentation“



Martina Knoben, Süddeutsche Zeitung, 9./ 10.04.09

„So künstlich klingt das Projekt, dass man erst mal googelt, ob es die Pläne für Schloss Beberbeck Resort tatsächlich gibt. Und ja, Klaus Stern hat keine mockumentary gedreht, keinen Pseudo-Dokumentarfilm, als Parodie, sondern ein reales Unternehmen dokumentiert. [...] Stern, der bereits die Wirtschaftwundergeschichte des Tan Siekmann dokumentierte in seinem Weltmarktführer, hegt auch für Don Quichotte Sattler Symphatien. [...] Brandaktuell ist der Film nicht nur, weil er auf der Höhe der Wirtschaftkrise von der Luftschlössern der Politik erzählt und der Rhetorik, die sie begleitet. [...] Natürlich lassen sich die Fiktionen der Politik studieren – sie wirken nicht weniger atemberaubend als die des Finanzgewerbes.“



Christian Buß, Spiegel Online, 27.03.09

„Henners Traum ist nicht nur Wirtschaftsrequiem und Standorttragödie, es ist auch ein anthropologische Studie darüber, wie das Geld oder die Hoffung auf das Geld die männlichen Körper bewegt: Ständig umarmen sich die Geschäftspartner und klopfen sich dabei ständig ab, so als sollte die physische Präsenz ökonomische Präsenz suggieren.“



Peter Uehling, Berliner Zeitung, 26.04.09

„Stern verrät seine Protagonisten nie. Indem wir von ihren Träumen erfahren, erleben wir sie als unsere nächsten Verwandten – und wie sollten wir denen wirklich böse sein? Mit solcher Beweglichkeit und Einfühlung kommt Stern den Vorgängen näher, als es aus einer fest installierten kritischen Position möglich wäre: Das macht seine Filme zu wahrhaft aufklärerischen Dokumentationen.“



epd film, Silvia Hallensleben 03.09

„Großartige Momente dokumentarischer Einsicht“



SEHENSWERT, Josef Lederle, filmdienst, 7/2009

„Der Filmemacher Klaus Stern ist ein Solitär unter den deutschen Dokumentaristen. In seinem Schaffen bündeln sich zwei Vorleiben, die selten zusammen finden: Neugier auf politisch-ökonomische Gegenwartesthemen und Lust an dezenter Unterhaltungsdramaturgie, die seine Arbeiten unageachtet seiner trockenen Materie bisweilen wie Spielfilme wirken lässt. [...] Ein Film zur Lage der Nation, der auch ohne aktuelle Finanzkrise den gesellschaftlichen Usancen einen Hohlspiegel vor hält. [...] Henners Traum ist ein höchst vergnügliches Lehrstück über die Mechanismen von Macht und jener unerschöpflichen Energien, aus dem sich der Antrieb speist.“



Babara Schweizerhof, Die Welt, 26.03

„Das Interessante ist: Das Projekt kommt in zweieinhalb Jahren kaum von der Stelle. In den Sitzungen wird manchmal ein scharfer Ton angeschlagen: "Jetzt sag ich mal Sie, damit du den Unterschied merkst!" Es sind solche Details, die den Film zu einer großartigen Studie machen über den "Projektwahn" unserer Zeit.“



BZ, 26.03

„Das ist ein echter Insider Film. Spannend wie ein Krimi.“



Peter Twiehaus im ZDF Morgenmagazin, 25.03

„Jetzt kommt ein Film, den ich nur sehr, sehr empfehlen kann. Toll.“



Holger True, Hamburger Abendblatt, 26.03

„Entstanden ist ein Film, der sehenswerte Einblicke in den provinziellen Luftschlossbau liefert, sich den visionären Protagonisten aber stets mit Respekt nähert.“



Volker Mazzassek, Programmkino.de 26.02.09

„Er zeichnet den Bürgermeister nicht als Provinzfürsten, der Luftschlössern hinterher jagt – was sein Material sicherlich hergegeben hätte –, sondern er nimmt ihn ernst. Und das macht diese Langzeitbeobachtung so interessant. [...] Erstaunliche Einblicke hinter die glänzenden Fassaden des Immobiliengeschäfts.“



SEHENSWERT /Christina Moles Knaup, tip Berlin, 07/09

„Dokumentarfilmer Klaus Stern ("Weltmarktführer") begleitete vorurteilsfrei knapp drei Jahre lang den Planungsprozess des Ferienresorts, ist stets nah dran an Sattler - auch in unvorteilhaften Situationen. [...] Spannend und hochaktuell.“



Peter Müller, Wiesbadener Kurier, 19.03.09

„Eine großartige Langzeitbeobachtung, die Heimatfilm, Wirtschaftdokumentation und politisches Lehrstück in einem ist. Wenn man so will, der Film zur Krise.“



TV Spielfilm 07/09

„Eine irre Posse - traurig, aber wahr“



Philipp Holstein, Rheinische Post, 14.02.09

„Ein toller Film“



Aristos Damianos, Movie Maze

„Die beeindruckende Leistung der Doku ist, dass authentische Aufnahmen gelingen, die dem Zuschauer vermitteln, wie ein Unsichtbarer am Geschehen teilzuhaben. Man ist gewissermaßen, die oft beschworene Fliege an der Wand.[...] Fabelhaft.“



Volker Trunk, Frankfurter Rundschau, 12.02.09

„Stern begleitet Sattler bei Botschaftern, Investoren, Bürokraten und lässt und so teilhaben, wie Politik funktioniert. Er ist ein genauer Beobachter, hört hin, ordnet ein, doch fällt er kein Urteil, er führt seine Helden nicht vor. [...] Beachtlich“



Fritz Wolf, epd medien, 18.11.08

„Herausgekommen ist ein Film mit Einblicken, die man normalerweise nicht bekommt. Einblicke in den Politikbetrieb in der Provinz, in den Mechanismus von Immobilienfinanzierungen, in Mauschelei und Trickserei. Hinterzimmerpolitik und Landespolitik. [...] Vertrauen und Luftschlösser, die Ingredienzien der gegenwärtigen Finanzkrise, spielen in dieser Geschichte die Hauptrolle. [...] Ein langer und sehr aufschlussreicher Blick in Verhältnisse mitten in Deutschland, geographisch und ideologisch.“



Andreas Rossmann, FAZ, 13.11.08

„Mitten in die deutsche Wirklichkeit: Ein Fall von Größenwahn, Investorengläubigkeit und fragwürdigen Prioritäten wird aufgeblättert, in dem Hofgeismar stellvertretend für andere Städte steht.“


Mark Christian von Busse, HNA, 12.11.08

„Szenen eindrucksvoller Nähe und Klarheit“